„AKTION NOTRUFNUMMER“ in Rostock

Die Idee zur „Aktion Notrufnummer“ entstammt einer interdisziplinären Veranstaltung des „Netzwerk vorgeburtliche Diagnostik Rostock“ in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Südstadt Rostock. Zum Thema „Bindung – praenatale und peripartale Traumata als Risikofaktoren einer sicheren Mutter-Kind-Bindung“ überlegten im September 2012  die Teilnehmenden aus  10 verschiedenen medizinischen und psychosozialen Professionen,  welche präventiven Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Thema für den Raum Rostock sinnvoll sein könnten. Eine Idee war, dass Schwangere und Mütter/Familien mit kleinen Kindern in Krisensituationen, wie z. B. Schwangerschafts- oder Wochenbettdepressionen, verdrängte Schwangerschaften, komplexe Überforderungssituationen, häusliche Gewalt u. a., jederzeit Kenntnis von und Zugang zu kostenfreien, niedrigschwelligen und kurzfristigen Hilfen haben sollten, da therapeutische und spezialisierte Angebote häufig mit langen Wartezeiten bzw. Antragstellungen im Amt verbunden sind. Hilfreich in derartigen Notlagen – und somit präventiv im Sinne des Kinderschutzes - ist zunächst immer ein entlastendes und ermutigendes Gespräch sowie ggf. die gezielte Vermittlung in weiterführende Beratungs- und Unterstützungsangebote. Dies ist z. B. mittels einer Notruf-Hotline gewährleistet. Die Einrichtung einer eigens für diese Zielgruppe geeigneten Hotline, die auch noch rund um die Uhr besetzt ist, war auf kommunaler Ebene kurzfristig nicht zu realisieren. Das „Netzwerk vorgeburtliche Diagnostik Rostock“ stellte daher die für die Zielgruppe wichtigsten Notrufnummern (Kinderschutzhotline, Telefonseelsorge, Frauenhaus) zusammen und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Rostocker Grafikbüro  ULFSON® design geeignete Materialien, die im Dezember 2012 der Hansestadt Rostock unter dem Projektnamen „Aktion Notrufnummer“ als kurzfristig umsetzbare präventive Maßnahme im Bereich „Frühe Hilfen“ offeriert wurden.


Materialien „Aktion Notrufnummer“:

Notrufkarten

U-Hefthüllen*

Notruf-Aufkleber

Notruf-Flyer

 

*U-Hefte: Jedes neugeborene Kind in Deutschland erhält ein sogenanntes U-Heft in der Geburtsklinik/von der Hebamme zur Dokumentation der vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9

 


Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat das Projekt in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Rostock und der Bundesinitiative Frühe Hilfen finanziert.  Über verschiedene Beiträge in den lokalen Medien erfuhr die Rostocker Bevölkerung von der „Aktion Notrufnummer“. Eine spezifische Fortbildungsveranstaltung für die in der Telefonseelsorge ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter wurde initiiert und durchgeführt. Das „Netzwerk vorgeburtliche Diagnostik Rostock“, Beratungsstellen, (Familien-)Hebammen, Frauen- und Kinderarztpraxen, die Familienzeitschrift „Wribbel“, das Klinikum Südstadt Rostock sowie die Universitätsfrauenklinik und Poliklinik verteilen derzeit die Materialien.

Bei Fragen zum Projekt ist die Koordinatorin des Netzwerkes, Frau Miriam Scharnweber, gern ansprechbar.

 

Miriam Scharnweber

Koordinatorin des

„Netzwerk vorgeburtliche Diagnostik Rostock“

Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung der

-Rostocker Stadtmission- e. V.

Stampfmüllerstraße 41

18057 Rostock

Tel.: 0381-27757

E-Mail: miriam.scharnweber@rostockder-stadtmission.de