Beratung & Begleitung

… zu vorgeburtlichen Untersuchungen und Pränataldiagnostik

Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge werden Sie von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und Ihrer Hebamme intensiv medizinisch betreut. Der Schwangerschaftsverlauf und die Entwicklung Ihres Kindes werden untersucht.

 

Zur Pränataldiagnostik, den vorgeburtlichen Untersuchungen, gehören einerseits die nach Mutterschaftsrichtlinie vorgesehenen Vorsorgeuntersuchungen und darüber hinausgehende Methoden. Mit immer spezielleren Verfahren wird nach Störungen und Fehlbildungen beim Ungeborenen gesucht. Dazu gehören neben den vorgesehenen Bluttests wie z.B. Blutgruppenbestimmung, Antikörpersuchtest und den verschiedenen Methoden der Diagnostik per Ultraschall auch die genetische Beratung und die sogenannten invasiven Methoden, bei denen mittels eines kleinen Eingriffs Flüssigkeits- oder Gewebsentnahmen erfolgen.

 

Im Labor können die Proben auf Krankheiten, Infektionen, Unverträglichkeiten und den Chromosomensatz untersucht werden. Für einige dieser Untersuchungen werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen.

 

Gemäß dem Grundsatz „Sie haben ein Recht auf Wissen, aber auch ein Recht auf Nicht-Wissen." entscheiden Sie selbst darüber, welche Untersuchungen Sie durchführen lassen möchten und welche nicht.

Daher ist es ratsam, sich als werdende Mutter/Eltern bereits zu Beginn der Schwangerschaft mit folgenden Fragen auseinanderzusetzen:

  • Welche Untersuchungen gibt es?
  • Welchen Nutzen haben sie?
  • Sind Risiken damit verbunden?
  • Wie würde ich/würden wir mit einem unklaren oder auffälligen Befund umgehen?

Viele Frauen fühlen sich sicherer und ruhiger, wenn sie umfangreiche Diagnostik durchführen lassen und daraufhin ein unauffälliges Ergebnis bekommen haben. Vor allem Frauen, die vielleicht schon ein Kind verloren haben oder in deren Familie eine genetische Erkrankung vorliegt, kann dies beruhigen. Andere Frauen erleben das Angebot belastend, weil es ihnen unter Umständen Entscheidungen über das Kind abverlangt, die sie nicht fällen können oder wollen.

 

Nicht alle Befunde sind immer eindeutig und können Folgeuntersuchungen nach sich ziehen. Dies alles kann dazu führen, dass Sie die Schwangerschaft kaum mehr unbelastet genießen können. Welchen Weg Sie auch wählen - lassen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidungen, vertrauen Sie Ihrer Intuition, Ihren Gefühlen, Ihrer Lebenserfahrung.

 

Entscheiden Sie selbst, welche Untersuchungen Sie in Anspruch nehmen wollen und welche Informationen für Sie in der Schwangerschaft wichtig sind.

 


Ihre Ansprechpartner*innen im Netzwerk vorgeburtliche Diagnostik Rostock finden Sie hier.


Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände ein Faltblatt entwickelt. Dies soll Ihnen als Patient*inneninformation dienen.

Das Faltblatt informiert über die einzelnen Diagnoseverfahren und weist auf Möglichkeiten hin, wo Sie als werdende Eltern Unterstützung finden und sich beraten lassen können. Es soll Sie dabei unterstützen, eine informierte Entscheidung zu treffen.

 

Dieses können Sie hier runterladen bzw. in den Beratungsstellen kostenfrei ausgehändigt bekommen oder über die BZgA anfordern:

Pränataldiagnostik: Beratung, Methoden und Hilfen

Eine Erstinformation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Stand: 2020

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PND Info BZgA Stand 2020.pdf
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